Prostata-MRT

Leistungen

Prostata-MRT

Hochpräzise multiparametrische Prostatadiagnostik mit PI-RADS-Klassifikation.

Multiparametrische MRT der Prostata mit PI-RADS

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Ihren Termin zur Prostata-MRT können Sie bequem über unser Kontaktformular vereinbaren.

Hinweis für gesetzlich Versicherte: Bei gesetzlich versicherten Patienten ist die Prostata-MRT in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und wird daher meist als Selbstzahlerleistung durchgeführt. Über die voraussichtlich entstehenden Kosten informieren wir Sie selbstverständlich vor der Untersuchung.

Prostata-MRT in zertifizierter Qualität und nach aktuellen Leitlinien

Wir verfügen über die Q1- und Q2-Zertifizierung für die multiparametrische MRT der Prostata und damit über eine besondere Qualifikation und umfangreiche Erfahrung in der Durchführung und Befundung von Prostata-MRT-Untersuchungen.

Ein Teil unserer Ärzte war zudem an universitären Zentren tätig, an denen moderne Verfahren der Prostata-MRT wissenschaftlich untersucht und weiterentwickelt wurden. Diese Erfahrung und die kontinuierliche Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen fließen unmittelbar in unsere tägliche Diagnostik ein.

Bei Durchführung und Befundung orientieren wir uns konsequent an den aktuellen nationalen und internationalen Empfehlungen und Leitlinien. Unsere Untersuchungsprotokolle und die strukturierte Befundung folgen den international etablierten PI-RADS-Kriterien.

Dabei betrachten wir die MRT nicht isoliert: Für die individuelle Einschätzung berücksichtigen wir – soweit verfügbar – auch den PSA-Wert, die PSA-Dichte, Voruntersuchungen und vorausgegangene Biopsieergebnisse. So kann der MRT-Befund in den klinischen Gesamtkontext eingeordnet und eine möglichst fundierte Empfehlung für das weitere Vorgehen gegeben werden.

Standardisierte und leitliniengerechte Diagnostik verbinden wir dabei mit unserer hohen fachlichen Expertise und langjährigen Erfahrung in der Prostata-MRT.

Häufige Fragen

Wann ist eine Prostata-MRT sinnvoll?

Eine MRT der Prostata kann insbesondere sinnvoll sein bei:

  • erhöhtem oder ansteigendem PSA-Wert
  • Verdacht auf Prostatakrebs
  • auffälligem Tastbefund
  • unklaren Befunden nach einer bereits erfolgten Prostatabiopsie
  • Planung einer gezielten Prostatabiopsie
  • Verlaufskontrolle bereits bekannter Veränderungen der Prostata
  • aktiver Überwachung („Active Surveillance“) eines bekannten Prostatakarzinoms

Wie läuft die Untersuchung ab?

Während der Untersuchung liegen Sie auf dem Rücken im MRT. Eine Untersuchungsspule im Enddarm ist nicht erforderlich.

Es werden hochauflösende anatomische und funktionelle MRT-Aufnahmen der Prostata angefertigt. Für eine optimale Bildqualität ist es wichtig, während der Untersuchung möglichst ruhig zu liegen.

Bei einer vollständigen multiparametrischen MRT wird zusätzlich ein MRT-Kontrastmittel über eine Armvene verabreicht.

Um störende Darmbewegungen während der Untersuchung zu reduzieren und dadurch die Bildqualität zu verbessern, kann zusätzlich Buscopan® (Butylscopolamin) intravenös verabreicht werden. Die Gabe erfolgt nur, sofern keine entsprechenden Kontraindikationen bestehen.

Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Eine aufwendige Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich.

Für eine Untersuchung mit Kontrastmittel benötigen wir einen aktuellen Kreatininwert zur Beurteilung der Nierenfunktion. Dieser sollte in der Regel nicht älter als 3 Monate sein. Bei bekannter Nierenerkrankung, einer möglichen Verschlechterung der Nierenfunktion oder einer akuten Erkrankung kann ein aktuellerer Laborwert erforderlich sein.

Bitte bringen Sie außerdem – soweit vorhanden – folgende Unterlagen mit:

  • aktuelle und frühere PSA-Werte
  • urologische Vorbefunde
  • Ergebnisse bereits erfolgter Prostatabiopsien
  • frühere MRT-Untersuchungen der Prostata einschließlich der Bilddaten

Voraufnahmen sind insbesondere bei Verlaufskontrollen wichtig, da Veränderungen so zuverlässig mit früheren Untersuchungen verglichen werden können.

Ist für die Prostata-MRT immer Kontrastmittel erforderlich?

Nein. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine qualitativ hochwertige Prostata-MRT in bestimmten Situationen auch ohne Kontrastmittel durchgeführt werden kann. Diese Untersuchung wird als biparametrische MRT (bpMRT) bezeichnet.

Bei einer erstmaligen MRT-Untersuchung der Prostata führen wir die Untersuchung derzeit in der Regel weiterhin als vollständige multiparametrische MRT (mpMRT) mit Kontrastmittel durch.

Die wissenschaftliche Datenlage zur MRT ohne Kontrastmittel entwickelt sich kontinuierlich weiter. Nach unserer derzeitigen Einschätzung bietet die zusätzliche Kontrastmitteldynamik bei der Primärdiagnostik weiterhin zusätzliche diagnostische Sicherheit. Dies kann insbesondere bei kleinen oder nicht eindeutig zu beurteilenden Veränderungen sowie bei eingeschränkter Qualität einzelner MRT-Sequenzen relevant sein. Dies bedeutet Sicherheit für Ihren Befund und Ihr Wohlbefinden!

Anders kann dies bei Verlaufskontrollen sein. Bei bereits bekannten Befunden oder im Rahmen einer aktiven Überwachung („Active Surveillance“) kann unter bestimmten Voraussetzungen auf die Kontrastmittelgabe verzichtet werden.

Ob eine Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel sinnvoll ist, entscheiden wir individuell anhand der Fragestellung, der Voruntersuchungen sowie der klinischen und laborchemischen Entwicklung.

Eine Untersuchung ohne Kontrastmittel ist kürzer und verursacht geringere Kosten. Daher können Verlaufskontrollen gegebenenfalls kostengünstiger durchgeführt werden als eine vollständige multiparametrische Erstuntersuchung.

Was bedeutet PI-RADS?

Die Befundung der Prostata-MRT erfolgt bei uns konsequent nach dem international etablierten PI-RADS-System (Prostate Imaging Reporting and Data System).

Auffällige Veränderungen werden dabei standardisiert auf einer Skala von PI-RADS 1 bis PI-RADS 5 bewertet:

PI-RADS 1–2: Ein klinisch relevantes Prostatakarzinom ist unwahrscheinlich.

PI-RADS 3: Der Befund ist nicht eindeutig und muss im Zusammenhang mit weiteren Faktoren beurteilt werden.

PI-RADS 4–5: Es besteht ein zunehmender Verdacht auf das Vorliegen eines klinisch relevanten Prostatakarzinoms.

Ein auffälliger MRT-Befund bedeutet nicht automatisch, dass Prostatakrebs vorliegt. Die MRT ist ein wichtiger Baustein der Diagnostik. Das Ergebnis wird gemeinsam mit dem PSA-Wert, der PSA-Dichte, klinischen Befunden und gegebenenfalls dem Ergebnis einer Gewebeprobe beurteilt.

Ersetzt die MRT eine Prostatabiopsie?

Nicht immer.

Die MRT kann verdächtige Bereiche innerhalb der Prostata sehr genau lokalisieren und dabei helfen, die Notwendigkeit einer Biopsie besser einzuschätzen oder eine erforderliche Gewebeentnahme gezielt zu planen.

Bei einem auffälligen Befund kann weiterhin eine Prostatabiopsie erforderlich sein. Die endgültige Sicherung eines Prostatakarzinoms erfolgt durch die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe.

Sollte das Ergebnis der Prostata-MRT aber unauffällig sein, kann auf eine weitere Biopsie verzichtet werden!

Warum können Verlaufskontrollen notwendig sein?

Nicht jeder auffällige Befund erfordert unmittelbar eine Biopsie oder Therapie.

Abhängig vom MRT-Befund, der Entwicklung des PSA-Wertes und weiteren individuellen Faktoren kann eine erneute MRT-Untersuchung im Verlauf sinnvoll sein.

Auch bei einem bereits nachgewiesenen Prostatakarzinom mit niedrigem Risikoprofil kann die MRT Bestandteil einer aktiven Überwachung („Active Surveillance“) sein. Ziel ist es hierbei, relevante Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig unnötige Behandlungen zu vermeiden.

Bei Verlaufskontrollen vergleichen wir die aktuelle Untersuchung sorgfältig mit den Voraufnahmen und beurteilen, ob ein Befund stabil geblieben ist oder relevante Veränderungen aufweist.

Bei der Active Surveillance berücksichtigen wir neben PI-RADS auch die für die standardisierte Verlaufsbeurteilung entwickelten PRECISE-Kriterien.

Was kostet eine Prostata-MRT?

Die Abrechnung erfolgt transparent nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die Gesamtkosten variieren je nach Notwendigkeit des Einsetzens von Kontrastmittel und können sich zwischen ca. 470 € und 630€ belaufen.

Der genaue Rechnungsbetrag kann abhängig vom individuellen Untersuchungsumfang sowie den tatsächlich anfallenden Medikamenten-, Material- und Kontrastmittelkosten geringfügig abweichen.

Bei geeigneten Verlaufskontrollen kann auf eine Kontrastmittelgabe verzichtet werden. Dadurch können diese Untersuchungen entsprechend kostengünstiger durchgeführt werden.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Private Krankenversicherung und Beihilfe

Bei entsprechender medizinischer Indikation werden die Kosten einer Prostata-MRT von privaten Krankenversicherungen und der Beihilfe in der Regel übernommen.

Da der individuelle Versicherungstarif maßgeblich ist, empfehlen wir bei Unsicherheit eine vorherige Rücksprache mit Ihrer Versicherung.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Prostata-MRT ist nicht in jeder Situation Bestandteil der regulären vertragsärztlichen Versorgung.

Je nach Indikation, Krankenkasse und individueller Konstellation kann eine Kostenübernahme möglich sein. Besteht keine Kostenübernahme, kann die Untersuchung bei uns als Selbstzahlerleistung durchgeführt werden.

Gerne klären wir bereits bei der Terminvereinbarung mit Ihnen, welche Möglichkeiten in Ihrem individuellen Fall bestehen.

Wie geht es nach der Untersuchung weiter?

Die MRT-Aufnahmen werden von unseren hierfür qualifizierten Ärzten ausgewertet und nach den etablierten PI-RADS-Kriterien beurteilt.

Sie erhalten einen strukturierten schriftlichen Befund für Ihre weiterbehandelnde Urologin oder Ihren weiterbehandelnden Urologen.

Vom Ergebnis kann über das weitere Vorgehen entschieden werden.

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